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Im Historisch-Technischen Museum Peenemünde fand vom 13. bis 15.10.2017 das erste transnationale Treffen im Rahmen des ERASMUS + geförderten Projektes „Grenzgebiete – Grenzgeschichten als Lernorte zum Abbau von Vorurteilen“ statt.

In diesem Projekt kooperieren verschiedene Bildungseinrichtungen und Schulen aus drei europäischen Ländern bei der internationalen Schülerbegegnung an historisch bedeutsamen Orten mit Bezug zur Geschichte des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Projektziel ist es, Schüler/innen aus den Grenzregionen in Belgien, Polen und Deutschland mit den Erinnerungskulturen der jeweils anderen Partner vertraut zu machen. Die Schüler/innen werden im Rahmen des Projektes einen virtuellen Lernkoffer mit Film, Fotos und Dokumenten erarbeiten, der allen Schulen sowie Bürger/innen in ganz Europa zugänglich sein wird. Die beteiligten außerschulischen Lernorte, Museen und Gedenkorte  werden bereits vorhandene pädagogische Angebote weiterentwickeln, abstimmen und neue, innovative Angebote schaffen.

Das Museum Peenemünde ist einer von insgesamt 9 Projektpartnern, Leadpartner ist die Autonome Hochschule der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgien in Eupen. Die assoziierten Projektpartner sind:

Deutschland
  • Heinrich-Heine-Schule, Karlshagen
  • Runge-Gymnasium, Wolgast
  • Europäische Gesamtschule Insel Usedom
  • Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm
  • Historisch-Technisches Museum Peenemünde
Polen
  • Lyceum Swinemünde
  • Museum Warschauer Aufstand
Belgien
  • Cesar-Franck-Athenäum, Kelmis
  • Autonome Hochschule/ GrenzGeschichte DG, Kelmis

In der Pilotphase des Projektes fanden bereits 2014/2015 mehrere Arbeitstreffen und Schülerbegegnungen mit den zukünftigen Projektpartnern in Frankreich, Polen, Belgien und Deutschland statt.

Durch die Vernetzung und die Arbeit an authentischen Orten, welche die europäische Geschichte nachhaltig verändert und geprägt haben, wird das Geschichtsbewusstsein der Jugend in der Europäischen Union gefördert. Durch die gemeinsame Arbeit an außerschulischen Lernorten, den Austausch und Begegnungen werden Werte wie Toleranz, Verständigung und Miteinander vermittelt. Ein länderübergreifendes, europäisches Geschichtsverständnis ermöglicht es den Schülern dabei, auch kulturelle, geschichtliche und politische Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu verstehen. Aus nationalen Erinnerungskulturen wird eine europäische Erinnerungskultur.

Grundlage der Kooperation sind bestehende europäische Städte- und Schulpartnerschaften der Antragsteller, Vereinbarungen zwischen dem Landkreis Vorpommern-Greifwald und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens/ Wallonie sowie die seit über fünfzehn Jahren bestehende internationalen Schülerarbeit des HTM Peenemünde insbesondere mit polnischen Partnern und der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm (JBS). Unterstützt wurde das Projekt ebenfalls durch die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf.

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Auf Einladung des HTM Peenemünde und des Landkreises Vorpommern-Greifswald fand am 25.10.2016 in Peenemünde und am 26.10.2016 in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm die zweitägige Arbeitskonferenz – „Vernetzung europäischer Lernorte zum Ersten und Zweiten Weltkrieg“ statt. Ziel der Arbeitskonferenz war es, dass sich Projektpartner kennenlernen und die Zusammenarbeit vertiefen.

Im Rahmen der Konferenz wurde durch den 1. Stellvertreter der Landrätin des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Jörg Hasselmann, ein bereits auch schon durch die Stadt Świnoujście unterzeichnetes, trinationales Bildungsabkommen an den Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Harald Mollers, übergeben.

Internationale Sommercamps

Im Rahmen der internationalen Jugendbegegnung finden im Museum Peenemünde seit 1999 jährlich Summercamps statt. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem Verein „Norddeutsche Jugend im internationalen Gemeinschaftsdienst e.V.“ durchgeführt. Die Jugendlichen aus der ganzen Welt engagieren sich hier vor Allem im Bereich der Denkmallandschaft Peenemünde und setzen mit ihrer gemeinsamen Arbeit und der bewussten Auseinandersetzung mit der Geschichte des historischen Ortes deutliche Zeichen für Verständigung, Toleranz und Miteinander.

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