Lagerbordelle: Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern

Lagerbordelle: Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern

15. November 2009 – 22. November 2009

Jahrzehntelang wurde die Existenz von Bordellen in Konzentrationslagern entweder gänzlich verschwiegen oder nur knapp erwähnt. Hintergrund der Errichtung von Bordellen in Konzentrationslagern war der zunehmende Arbeitseinsatz von Zwangsarbeitern in der Rüstungsindustrie ab 1941. Die Bordelle, die die SS ab 1942 in zehn Lagern einrichtete, sollten als Leistungsanreiz dienen, um die Produktivität der Zwangsarbeiter in der Rüstungsindustrie zu erhöhen. Die Idee dazu ging von SS-Führer Heinrich Himmler aus.

Zwangsarbeiter, die in der NS- Diktatur arbeiteten, konnten zum Teil in diese speziellen Bordelle gehen – in dem Frauen aus dem KZ zur Prostitution gezwungen wurden. Die Besuche in den so genannten Sonderbaracken waren Teil eines abgestuften Prämiensystems, das aber nicht für alle Zwangsarbeiter galt. Die meisten der zur Prostitution gezwungen Frauen, wurden im KZ Ravensbrück rekrutiert, wo zwischen 1939 und 1945 mehr als 130.000 Frauen aus mehr als 40 Ländern inhaftiert waren.

Mit einer Wanderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten , die das Schicksal der Frauen und die Existenz von KZ- Bordellen dokumentiert, wird dieses Thema aufgearbeitet. Sie wird am 15.10.09 um 15.00 Uhr Historisch-Technischen Informationszentrum in Peenemünde eröffnet und ist dort bis zum 22.11.09 im sehen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.ravensbrueck.de.

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