3 Sonderkonzerte „Fluchtgeschwindigkeiten“
im Historisch-Technischen Museum Peenemünde
7. Mai / 31. Mai / 16. September 2026
Am 7. und 31. Mai sowie am 16. September 2026 findet im Historisch-Technischen Museum Peenemünde jeweils um 16:00 Uhr ein besonderes Konzertprojekt mit dem Titel „Fluchtgeschwindigkeiten“ statt.
Die Künstlergruppe Zwischenakt um Burkhard v. Puttkamer (Bariton) sowie Alina Pronina, Katharina Landl und Giedre Lutz (Klavier) widmet sich musikalisch der Geschichte der Peenemünder Versuchsstellen im Spannungsfeld von technischem Fortschritt und Verbrechen. Mit Liedern von Schubert, Schumann und Eisler sowie Tondokumenten mit Zeitzeugenberichten entsteht eine eindringliche Konzertcollage. Vorgetragen in der beeindruckenden Akustik des 28 Meter hohen Kesselhauses des Peenemünder Kraftwerks wird sie zu einem einzigartigen Erlebnis am historischen Ort. Zur Einstimmung auf das Konzert erhalten die Gäste eine exklusive Museumsführung.
„Fluchtgeschwindigkeit“ bezeichnet in der Physik die Geschwindigkeit, die ein Körper erreichen muss, um die Gravitation der Erde ohne weiteren Antrieb zu überwinden.
In der Heeresversuchsanstalt Peenemünde gelang 1942 mit dem weltweit ersten Start einer Rakete ins All einer der spektakulärsten und gleichzeitig gefährlichsten technischen Durchbrüche des 20. Jahrhunderts.
Die Versuchsstellen der Wehrmacht in Peenemünde waren von 1936 bis 1945 ein Zentrum militärischer Großforschung und industrieller Produktion. Auf einer Fläche von 30 Quadratkilometern arbeiteten bis zu 12.000 Menschen gleichzeitig an neuartigen Waffensystemen wie dem weltweit ersten Marschflugkörper und der ersten Großrakete. Beide wurden als Terrorwaffen gegen Zivilbevölkerungen konzipiert, größtenteils von Zwangsarbeitern gefertigt und gelangten ab 1944 als „Vergeltungswaffen“ zum Einsatz im Zweiten Weltkrieg.
Das Historisch-Technische Museum Peenemünde befindet sich im ehemaligen Kraftwerk der Versuchsstellen. Als letztes vollständig erhaltenes Großgebäude ist es heute das zentrale Denkmal des Areals. Das Museum bewahrt, erforscht und vermittelt die Geschichte der Versuchsstellen am authentischen Ort und ordnet sie in größere historische und gesellschaftliche Zusammenhänge ein.
Zwischenakt ist ein Berliner Kultur-Label, das seit seiner Gründung im Jahr 2000 über 450 Konzertprojekte realisiert hat – vielfach an ungewöhnlichen Orten mit besonderer Atmosphäre und eindrucksvoller Akustik.
Preis-/Einlassinformationen:
Konzert-Tickets sind an der Abendkasse und im Onlineshop erhältlich:
Eintrittskarte Normalpreis: 29,97 €
Ermäßigte Tickets: 17,55 € (für Kinder/ Schüler bis 16 Jahre/ Schwerbehinderte)
Der Einlass erfolgt ab 15:00 über die Museumskasse. Die Veranstaltung endet ca. 17:30.
