Luftbildaufnahme des Fischerdorfes Peenemünde mit Blickrichtung Nordwest, im Hintergrund links das Fischerdorf Freest, mittig die Peenemünder Schanze, Reproduktion einer Postkarte, die im Original auf der Rückseite einen schriftlichen Kartengruß enthält und auf den 16.04.1937 datiert ist (HTM Peenemünde, Archiv)
Luftbildaufnahme des Fischerdorfes Peenemünde mit Blickrichtung Nordwest, im Hintergrund links das Fischerdorf Freest, mittig die Peenemünder Schanze, Reproduktion einer Postkarte, die im Original auf der Rückseite einen schriftlichen Kartengruß enthält und auf den 16.04.1937 datiert ist (HTM Peenemünde, Archiv)

Peenemünde ist heute ein Ort mit knapp dreihundert Einwohnerinnen und Einwohnern an der Nordspitze der Insel Usedom. Durch archäologische Funde wie Werkzeuge, Waffen und Schmuck ist die Besiedlung des Peenemünder Hakens von der Steinzeit bis in die Völkerwanderungszeit, also etwa von 3000 v. Chr. bis 500 n. Chr., belegt. Nach der Abwanderung der germanischen Bevölkerung besiedelten vermutlich Ende des 6. Jahrhunderts slawische Stämme die Region.

Peenemünde wurde erstmals 1282 in einer Urkunde erwähnt, als Herzog Bogislaw dem Ort Wolgast das lübische Stadtrecht verlieh. Das kleine Fischerdorf war wegen seiner Lage am engsten und gleichzeitig tiefsten Mündungsarm der Oder in die Ostsee, dem Peenestrom, ein wichtiger Durchgangspunkt für Handel und Militär. An diesem Punkt konnte für alle vorbeifahrenden Schiffe Zoll erhoben werden. Im 17. Jahrhundert wurde, beauftragt von Kaiser Ferdinand II., die Peenemünder Schanze errichtet, um den strategisch wichtigen Ort militärisch zu kontrollieren.

„Abbildung der Peenemünder Schantz und Seehaffen sampt dem königlichen Schwedischen Lager“, Kupferstich aus Matthäus Meridian d.Ä., Theatrum Europaeum, Band 2, Tafel 9, Frankfurt am Main 1646, Nachdruck um 1950 (HTM Peenemünde, Archiv)
„Abbildung der Peenemünder Schantz und Seehaffen sampt dem königlichen Schwedischen Lager“, Kupferstich aus Matthäus Meridian d.Ä., Theatrum Europaeum, Band 2, Tafel 9, Frankfurt am Main 1646, Nachdruck um 1950 (HTM Peenemünde, Archiv)
Peenemünder Heimatbote, Mitteilungsblatt der Peenemünder Heimatfreundinnen und -freunde, Heftausgabe zur Enthüllung des Gustav-Adolf-Gedenksteins in Peenemünde am 26. Juni 1930, 4. Jahrgang, Nr. 4, Peenemünde 1930 (HTM Peenemünde, Archiv)
Peenemünder Heimatbote, Mitteilungsblatt der Peenemünder Heimatfreundinnen und -freunde, Heftausgabe zur Enthüllung des Gustav-Adolf-Gedenksteins in Peenemünde am 26. Juni 1930, 4. Jahrgang, Nr. 4, Peenemünde 1930 (HTM Peenemünde, Archiv)

Mit dem Ausbau neuer Seewege verlor Peenemünde im 19. Jahrhundert seine Bedeutung. Im Mitteilungsblatt „Heimatbote“, der wichtigsten Quelle für die Ortsgeschichte des 20. Jahrhunderts, sind Zeugnisse des Alltagslebens zu finden. Die technische Moderne erhielt nur langsam Einzug in das durch Fischerei und Landwirtschaft geprägte Dorf, beispielsweise mit dem Errichten einer Straßenbeleuchtung.

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