Wald im Naturschutzgebiet.  Foto: Xiaoxu Zhang, 2018
Wald im Naturschutzgebiet. Foto: Xiaoxu Zhang, 2018

Ab 1925 wurde die Nordspitze der Insel Usedom als Naturschutzgebiet ausgewiesen, um den Bestand seltener Arten gegen eine zu starke Nutzung durch Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Jagd zu bewahren. Komplett abgesperrt wurde die Landschaft, als die Wehrmacht ab 1936 die Versuchsstelle Peenemünde errichtete. Auch nach dem Krieg blieb Peenemünde Standort zuerst der Sowjetarmee und dann der Nationalen Volksarmee der DDR und damit weiterhin militärisches Sperrgebiet.

Als der Militärstandort nach 1993 schrittweise aufgelöst wurde, begann die Suche nach einem neuen Eigentümer und Nutzer der Flächen. Heute verwaltet die DBU Naturerbe GmbH das knapp 8.000 Hektar große Naturschutzgebiet „Peenemünder Haken, Struck und Ruden“. Es ist wiederum mit Zäunen abgesperrt – zum einen um den Druck der touristischen Nutzung von der Fläche zu nehmen, zum anderen weil es durch die militärische Nutzung und Kriegseinwirkungen bis heute munitionsbelastet ist.

Mit einer kompletten Absperrung der Fläche nehmen sich die Akteure vor Ort allerdings die Chance, mit den verbliebenen Denkmälern im Gelände und der abgeschiedenen Natur gleichzeitig Geschichts- und Umweltbildung zu betreiben. Deshalb wird angestrebt, ein geregeltes Angebot zur Besichtigung der Landschaft für einen nachhaltigen Tourismus zu entwickeln.

Das Naturschutzgebiet Peenemünder Haken heute.  Foto: Xiaoxu Zhang, 2018
Das Naturschutzgebiet Peenemünder Haken heute. Foto: Xiaoxu Zhang, 2018
Hülle einer britischen Phosphorbrandbombe INC 30 Ib, wahrscheinlich Typ MK III. Fundstück aus Peenemünde, 1943. Foto: Xiaoxu Zhang, 2018 (HTM Peenemünde, Archiv)
Hülle einer britischen Phosphorbrandbombe INC 30 Ib, wahrscheinlich Typ MK III. Fundstück aus Peenemünde, 1943. Foto: Xiaoxu Zhang, 2018 (HTM Peenemünde, Archiv)

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